17.12.2013 06:13 UHR

 

Originellstes Zuckerhaus gewann

 

Seelow (ulg) Elf Zuckerhäuschen sind im Rahmen des Aufrufes für den Seelower Weihnachtsmarkt entstanden. Die Marktbesucher konnten abstimmen, welches sie für das schönste halten. Einen Coupon dafür gab es im Festflyer. Das Interesse war sehr groß. 351 Coupons wurden im Laufe der zwei Tage am Stand des MC Seelow, in dessen Zelt die Häuschen zur Bewertung standen, abgegeben. "Leider waren davon nur 205 gültig", bedauerte Cheforganisatorin Petra Stadler am Montag. Das Hauptproblem: Viele hatten sich zwar mit einem Buchstaben für ein Zuckerhäuschen entschieden, dann aber darauf verzichtet, ihren Namen und den Wohnort anzugeben. Begeistert von der Idee zeigten sich aber viele. "Ich wähle nicht das handwerklich beste, sondern das meiner Meinung nach originellste", erklärte Peter Strohbach, nachdem er sich mit seiner Frau geeinigt hatte. So dachten wohl viele. Und wählten das süße Häuschen von Familie Gergs zum schönsten. Auf Platz zwei kam der ebenfalls wunderschöne Zuckerwerks-Nachbau der Seiffener Kirche. Rang drei ging an die Kita Frechdachse und Platz vier an die Oberschule. Zehn Preise entfielen auf die Absender der Coupons.

23.05.2013 07:02 UHR

 

Kita erhält eine Schließ- und Alarmanlage

 

Seelow (dos) In der Kita "Frechdachse" kann eine Alarm- und Schließanlage eingebaut werden. In der jüngsten Trägerberatung der Kitas und des Hortes sei einem Antrag der Einrichtung auf die Gewährung zusätzlicher Mittel stattgegeben worden. Darüber informierte Fachbereichsleiter Andreas Scharf im Ausschuss für Bildung und Soziales. Mit der neuen Finanzierungsrichtlinie haben die Einrichtungen einen vorgegeben Kostenrahmen, erläuterte Scharf. Die Richtlinie lasse aber auch zu, dass bei Begründung im Laufe des Jahres anfallende unausweichliche Anschaffungen finanziert werden.

Man habe sich darauf verständigt, im Herbst bei der nächsten Runde ein erstes Resümee zur neuen Richtlinie zu ziehen, erläuterte Scharf. Dann soll es auch um die Elternbeitragsordnung gehen. Noch wisse keiner der vier Träger, ob man mit dem ausgehandelten Kostenrahmen zurechtkommt. Beim Beschluss war ausdrücklich betont worden, dass man zunächst anfangen und möglicherweise nachbessern will.

06.04.2013 07:45 UHR

 

Eine Portion Polnisch pro Woche

 

Seelow (MOZ) Kinder der Kita Frechdachse in Seelow bekommen einmal in der Woche Polnisch-Unterricht. Mit Kärtchen, Liedern und viel Körpereinsatz bringt ihnen die gebürtige Polin Halina Elsner die fremde Sprache bei.

 

Halina Elsner (r.) bringt den Kindern in der Kita Frechdachse gestenreich die polnischen Begriffe für die Körperteile bei. Während ihres Unterrichts singt sie mit den Kindern immer wieder Lieder.

© MOZ/HEIKE HAHN

 

Die fünfjährige Melina haucht ihren polnischen Wörtern ein wenig Pink ein. Von Zuhause hat sie einen Lippenstift mitgebracht, mit dem sie eifrig ihre Lippen bemalt - und die ihrer Freundin Lea. Dass von der Farbe auch etwas auf der weißen Strumpfhose landet, ist erst einmal egal. Heute geht es nicht ums Waschen. Heute geht es um Polnisch. Auf die Frage, was die Kleine denn schon so kann, wird sie ganz verlegen. Fast flüsternd sagte sie dann: "Dzien dobry." Als das mit einem "Wow!" quittiert wird, ist sie mutiger. "Und dschenkuje!" "Guten Tag" und "Danke" - beide Floskeln kann man im Nachbarland sehr gut gebrauchen. Und obwohl der Unterricht in der Kita Frechdachse in Seelow ein paar Wochen ruhte, haben die Kinder einiges gelernt.

Am meisten freut sich darüber diejenige, die alle nur unter ihrem Vornamen, Halina, kennen. Halina Elsner, geboren in Kostrzyn, wird überschwänglich von den Kindern begrüßt, als sie den Raum betritt. Mit breitem Lächeln nimmt sie jedes einzelne Kind in den Arm, schaut ihm in die Augen und wünscht auf Polnisch einen guten Tag. "Ist er/sie nicht süß?", fragt sie die umstehenden Erwachsenen und freut sich selbst wie ein Kind.

Erst seit Herbst vergangenen Jahres ist Halina gemeinsam mit Manfred Specht vom EU-Projekt "Spatzenschule" in der Seelower Kita aktiv. "Das Schöne hier ist, dass die Kita-Leiterin genauso wie die Eltern komplett hinter unserem Projekt stehen", erzählt Halina. Das sei nicht überall der Fall gewesen. In einigen Dörfern sind sie auf wenig bis gar kein Interesse gestoßen. Als Begründung kam zuweilen, dass die Kinder erst einmal vernünftig Deutsch lernen sollten, bevor sie eine Fremdsprache anfangen.

In diesem Jahr feiert Halina Elsner ein kleines Jubiläum. Seit zehn Jahren ist sie nun dabei. "2003 hat mich Manfred Specht gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, Kindern Polnisch beizubringen", sagt sie. Nach einigem Überlegen und dem Versprechen seitens Manfred Specht, sie auch immer zu begleiten, sagte sie zu. "Ich wusste nicht, ob ich es packe", so Halina. Doch heute scheint sie förmlich in dem Projekt aufzugehen. Wackelig ist nicht die Motivation, sondern die Finanzierung. Die läuft zur Zeit über den Lokalen Aktionsplan. Halina und Manfred Specht haben Pläne für die Zukunft. So sollen Kita-Kinder und Schüler bald an Computern Polnisch lernen können. "Es gibt da einige schöne Programme", sagt Manfred Specht. Auch der Austausch mit polnischen Einrichtungen soll weiter intensiviert werden. Eine Kita in Kostrzyn ist seit dem Nikolaustag 2012 mit im Boot.

Was Boot auf Polnisch heißt, erfahren die Kinder zwar noch nicht - dafür aber Tiernamen und die Namen ihrer Körperteile. Mit viel Einsatz von Armen, Beinen, Fingern, Ohren und Augen werden sie Stück für Stück durchgegangen.

Um die Kinder bei Laune zu halten, wird immer mal wieder ein Lied angestimmt. Eines handelt von Tieren, der Refrain wird von einer Schlange dominiert. Der sechsjährige Justin ist ganz begeistert. Einige der Kinder möchten das Lied allein vor allen singen und ihr Können beweisen. Mit ein bisschen Hilfe von Halina gelingt es ihnen.

Zwei Gruppen bekommen jeden Donnerstag ihre Ration Polnisch. Die Fünf- bis Sechsjährigen sind eher quirlig und lautstark zu Gange. Bei den Drei- bis Vierjährigen herrscht eher großes Staunen, wie die fremde Sprache in den Ohren klingt. Doch sie machen genauso eifrig mit wie die Großen.

Wie viel Spaß es ihren kleinen Schützlingen macht, hat Kita-Erzieherin Susan Sagitz schon festgestellt. "Man wird sehen, was von der Sprache später hängen bleibt", sagt sie.

04.02.2013 06:40 UHR 

 

"Ich muss erwachsen werden"

 

Friedersdorf (MOZ) Irgendein Gefühl zwischen Weinen und Lachen muss es gewesen sein, das Karin Stitterich an ihrem Abschiedsabend ständig erlebte. Erst wischt sie sich eine Träne ab, dann lacht sie wieder herzhaft. "Ich bin noch nicht im Ruhestand angekommen", sagt sie. Karin Stitterich ist vielen Generationen in Seelow und Umgebung bekannt. Die Kita-Erzieherin hatte schon Kinder bei sich, die bereits selbst jetzt ihre eigenen Kinder zu ihr schicken. "Mich kennen deshalb wohl drei Viertel der Seelower", sagt sie - und ist ein bisschen stolz darauf.

 


Ein Geschenkebaum für Karin Sitterich (r.): Kita-Leiterin Elke Kicinski (l.) und die anderen Kollegen sagen Danke.

 

Nun geht sie in den Ruhestand. Ereignisreiche Jahre liegen hinter ihr. Und jede Menge Spaß. Das lag nicht nur an den Kindern, die sie betreute, sondern auch an dem eingeschworenen Team in der Kita. "Ich muss jetzt wohl erwachsen werden", seufzt sie.

Die Leiterin der Kita Frechdachse, Elke Kicinski, hat für die frische Ruheständlerin einen ganz persönlichen Abschied im Kunstspeicher vorbereitet. "Es ist ein wohlverdienter Ruhestand", sagt sie. Besonders die gemeinsame Arbeit im Kita-Verein habe die beiden zusammengeschweißt. Stück für Stück haben sie die Räume gestaltet, viel Material, Zeit und Geld investiert. Heute ist die Kita-Frechdachse ein voller Erfolg. Neuerdings kooperiert sie auch mit polnischen Partnern und organisiert gemeinsam mit der Spatzenschule Besuche in Polen. Besonders geschätzt an Karin Stitterich habe sie ihre Ausgeglichenheit, Erfahrung und Freundlichkeit. Das kann Karin Stiiterich nur zurückgeben. "Ich werde jetzt erstmal gucken, wie es ist, soviel Zeit zu haben", sagt sie.